# Referenz Konfigurationen

# Yaesu FT-891 mit WSJT-X für FT8 – Konfigurationsguide

> **Quellen & Referenzen:**
> Dieser Artikel basiert auf dem exzellenten englischsprachigen Guide von [TheModernHam.com – FT-891: The Ultimate Digital Settings Menu Guide](https://themodernham.com/ft-891-the-ultimate-digital-settings-menu-guide-for-digital-modes/) sowie dem [Digirig DR-891 Setup Manual](https://digirig.net/digirig-dr-891-setup-manual/).  
> Ergänzt durch eigene Erfahrungen aus der Draussenfunker-Community (getestet mit Digirig DR-891, MacOS, WSJT-X).

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## Voraussetzungen

- Yaesu FT‑891 mit aktueller Firmware
- USB-Audio/CAT-Interface, z.B. Digirig DR‑891
- Computer mit WSJT‑X (Windows, macOS oder Linux)
- USB-Treiber für das Interface installiert (entsprechender virtueller COM-/TTY-Port sichtbar)

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## FT‑891: Grundeinstellungen im Menü

Die folgenden Einstellungen werden mit **langem Druck auf die `F`‑Taste** im Menü des FT‑891 vorgenommen.

| Menü | Name | Empfohlen | Werkseinstellung | Hinweis |
|------|------|-----------|------------------|---------|
| 05‑06 | CAT RATE | `9600` (oder höher) | `4800` | Muss mit der Baudrate in WSJT‑X übereinstimmen; 9600 ist ein stabiler Kompromiss. |
| 05‑07 | CAT TOT | `1000 ms` | `10 ms` | Größeres Timeout verhindert Abbrüche der CAT‑Steuerung auf realen Systemen. |
| 05‑08 | CAT RTS | `DISABLE` | `ENABLE` | RTS nicht erforderlich, da PTT über CAT läuft. |
| 07‑12 | PC KEYING | `OFF` | `OFF` | PC-Keying (DTR/RTS) wird nicht genutzt, PTT erfolgt über CAT. |
| 08‑01 | DATA MODE | `OTHERS` | `PSK` | Verhindert Nutzung des internen PSK‑Modems und überlässt die Signalverarbeitung WSJT‑X. |
| 08‑03 | OTHERS DISP | `1500 Hz` | `0 Hz` | Wichtig für zentriertes FT8‑Spektrum; verhindert, dass tiefe bzw. hohe Töne abgeschnitten werden. |
| 08‑04 | OTHERS SHIFT | `1500 Hz` | `0 Hz` | Muss wie 08‑03 ebenfalls auf 1500 Hz stehen, damit RX/TX‑BFO zueinander passen. |
| 08‑05 | DATA LCUT FREQ | `OFF` | `300 Hz` | Unteren Filter deaktivieren, damit das gesamte FT8‑Band abgebildet wird. |
| 08‑07 | DATA HCUT FREQ | `OFF` | `3000 Hz` | Oberen Filter deaktivieren (WDH regelt später die nutzbare Bandbreite). |
| 08‑09 | DATA IN SELECT | `REAR` | `REAR` | Audioeingang über die rückseitige DATA‑Buchse (Interface). Standard bleibt bestehen. |
| 08‑10 | DATA PTT SELECT | `DAKY` | `DAKY` | Passend zur genutzten PTT‑Leitung am DATA‑Port; für reine CAT‑PTT meist unkritisch, aber so empfohlen. |
| 08‑11 | DATA OUT LEVEL | `50` | `50` | Solider Startwert; Feineinstellung in WSJT‑X (RX‑Pegel). |
| 08‑12 | DAT BFO | `USB` | `LSB` | Für moderne Digimodes im HF‑Bereich ist USB üblich und kompatibel mit WSJT‑X. |
| 16‑03 | HF PWR | 25–50 W | `100 W` | Sendeleistung für Datenbetrieb; moderater Wert schont Endstufe und begrenzt QRM. |
| 16‑04 | DATA GAIN | `40–50` | `50` | Startwert für TX‑Audiopegel; Feinabgleich erfolgt über ALC‑Kontrolle im Betrieb. |

**Empfehlung:** Kompressor, DNR, DNF sowie weitere Audioverbesserer im Datenbetrieb abschalten, damit WSJT‑X ein unverfälschtes Signal erhält.

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## WDH (Bandbreite) – Manuell auf 3000 Hz

Damit das gesamte FT8-Spektrum sichtbar ist, muss die **Empfangsbandbreite (WDH)** auf **3000 Hz** gestellt werden.

**Vorgehen:**
1. Taste **`F`** kurz drücken → Funktionsmenü öffnet sich
2. Mit dem **Drehregler** den Eintrag **`WDH`** auswählen und bestätigen
3. Bandbreite mit dem **Drehregler** auf **`3000 Hz`** einstellen

Diese Einstellung **geht beim Moduswechsel bzw. nach dem Ausschalten verloren** und muss bei Bedarf neu gesetzt werden. Es empfiehlt sich, `WDH` auf eine der **Schnellwahltasten `A`, `B` oder `C`** zu legen (lange drücken, während `WDH` aktiv ist), um schnell wieder auf 3000 Hz zu kommen.

> 💡 **Tipp – Schnellzugriff speichern:** Während die WDH-Einstellung aktiv ist, eine der **Schnellwahltasten `A`, `B` oder `C` lange drücken** → das WDH Menu wird dort hinterlegt. Beim nächsten Mal reicht ein kurzer Druck auf die gespeicherte Taste und schon ist man direkt bei der WDH Einstellung

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## WSJT‑X: Grundeinstellungen für den FT‑891

Die nachfolgenden Werte orientieren sich an einer typischen Konfiguration mit Yaesu FT‑891, Digirig DR‑891 und WSJT‑X unter macOS bzw. Windows.

**Einstellungen → Radio:**

| Parameter | Empfohlener Wert | Hinweis |
|-----------|------------------|---------|
| Rig | `Yaesu FT-891` | Direkt aus der WSJT‑X‑Liste auswählen. |
| Serial Port | z.B. `/dev/tty.usbserial-…` oder `COMx` | Entspricht dem vom OS vergebenen Port des CAT‑Interfaces. |
| Baud Rate | `9600` | Muss zu 05‑06 (CAT RATE) am FT‑891 passen. |
| Data Bits | `8` / `Default` | Standard‑Einstellung. |
| Stop Bits | `2` / `Default` | Funktioniert zuverlässig mit den üblichen Treibern. |
| Handshake | `None` / `Default` | Hardware‑Handshake wird nicht benötigt. |
| PTT Method | `CAT` | PTT‑Steuerung über CAT, kein separater COM‑Port nötig. |
| Mode | `Data/Pkt` | Aktiviert den DATA‑Modus am FT‑891. |
| Split Operation | `Fake It` | Verschiebt TX‑Frequenz innerhalb des Audio‑Fensters und vermeidet unnötige QSYs. |

Nach dem Speichern sollte **Test CAT** grün werden und **Test PTT** kurz senden (TX‑LED am FT‑891 leuchtet).

[![screenshot_wsjtx_settings.png](https://wiki.draussenfunker.de/uploads/images/gallery/2026-03/scaled-1680-/screenshot-wsjtx-settings.png)](https://wiki.draussenfunker.de/uploads/images/gallery/2026-03/screenshot-wsjtx-settings.png)


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## Kontrolle: Wasserfall-Anzeige

Die Konfiguration ist korrekt, wenn im WSJT‑X‑Wasserfall **Signale von etwa 500 Hz bis mindestens 2500 Hz** sichtbar und dekodierbar sind. Insbesondere dürfen Signale oberhalb von 1500 Hz nicht „abgeschnitten“ wirken.

Werden nur Töne oberhalb von ca. 1500 Hz dargestellt, sind meist **OTHERS DISP/SHIFT** oder die **Bandbreite (WDH)** noch falsch konfiguriert.

[![screenshot_waterfall.png](https://wiki.draussenfunker.de/uploads/images/gallery/2026-03/scaled-1680-/screenshot-waterfall.png)](https://wiki.draussenfunker.de/uploads/images/gallery/2026-03/screenshot-waterfall.png)


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## Sendepegel und ALC

Ein- und Ausgangspegel werden primär im Betriebssystem für die jeweilige Soundkarte (WSJT‑X‑Audio‑Device) eingestellt; das FT‑891 dient nur zur Grobjustage (DATA GAIN, HF‑PWR). WSJT‑X erwartet sauberes, unverändertes Audio ohne Betriebssystem‑„Verbesserungen“ (AGC, Noise Reduction, EQ etc.).

### Empfangspegel (Eingang)

- In WSJT‑X den Pegelbalken links unten beobachten.
- Im Betriebssystem (Aufnahme‑Pegel der Soundkarte) und am RX‑Audio des FT‑891 so einstellen, dass bei reinem Rauschen ca. **30 dB** anliegen.
- Bei typischen FT8‑Signalen darf der Pegel dann auf etwa **60–70 dB** ansteigen; dauerhaft „tiefrot“ sollte vermieden werden.

### Sendepegel & ALC (Ausgang)

- Im FT‑891 die **MTR‑Anzeige auf ALC** legen (Funktionsmenü `MTR` → `ALC`).
- In WSJT‑X **`Tune`** drücken und einen Dauerträger senden lassen.
- Nun den **Wiedergabe‑Pegel der Soundkarte** und ggf. den **WSJT‑X‑TX‑Level‑Regler** so weit reduzieren, bis der **ALC‑Balken nur leicht aus dem Nullbereich herausläuft** (ein bis wenige Balken, deutlich unterhalb der „Beule“ im ALC‑Skalenbereich).
- Falls der gewünschte ALC‑Bereich mit Extremwerten am OS‑Pegel nicht erreichbar ist, **DATA GAIN (16‑04)** im FT‑891 moderat anpassen und den Test wiederholen.
- Gilt: **Lieber etwas weniger Audiopegel und sauberes Signal** als maximaler Output mit stark ausschlagendem ALC (führt zu Verzerrungen und Splatter).

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## Typische Fehlerquellen

- **Falscher Modus:** WSJT‑X nicht auf `Data/Pkt` gestellt oder am FT‑891 noch SSB aktiv.
- **Bandbreite zu schmal:** `WDH` < 3000 Hz → nur Teil des FT8‑Spektrums sichtbar.
- **DATA MODE nicht auf OTHERS:** Radio versucht, das Digisignal selbst zu „bearbeiten“; Dekodierung verschlechtert sich.
- **CAT‑Port falsch:** Falscher COM-/TTY‑Port oder abweichende Baudrate zwischen WSJT‑X und 05‑06 am Funkgerät.
- **Audioverarbeitung aktiv:** DNR/DNF/Kompressor noch eingeschaltet → WSJT‑X erhält ein verändertes Signal.

Mit den hier beschriebenen Einstellungen lässt sich ein stabiler FT8‑Betrieb mit dem Yaesu FT‑891, WSJT‑X und einem gängigen USB‑Audio/CAT‑Interface herstellen und bei Bedarf gerätespezifisch weiter verfeinern.


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